Beteiligung zum Kinderschutz

Ein Klima der Beteiligung dient neben der Fähigkeiten- und Kompetenzentwicklung insbesondere dem Kinderschutz in den stationären Hilfen zur Erziehung. Der Gesetzgeber geht gemäß § 8b SGB VIII davon aus, dass ein optimaler Kinderschutz nur dann gewährleistet werden kann, wenn neben Schutz- auch Beteiligungskonzepte entwickelt werden. Hierzu zählen auch offizielle Beschwerdeverfahren.

Dabei zielt das Kinderschutzgesetz darauf ab, sexualisierte und nichtsexualisierte Gewalt in den Hilfesystemen zu verhindern. Es gilt, Prävention und Intervention sicherzustellen.

Beteiligungskonzepte stärken im Zuge dessen den Grad der Verbindlichkeit und Wirksamkeit der darin getroffenen Regeln und Vereinbarungen. Sie sichern die Kinderrechte, stärken die Kinder und Jugendlichen und schaffen eine Öffentlichkeit für die Erörterung von Konflikten und Missständen. Es entsteht ein erhöhter Grad an Transparenz. Prozesse und gefällte Entscheidungen werden nachvollziehbarer.

Somit nimmt Partizipation in den stationären Hilfen zur Erziehung eine präventive Funktion ein. Dahinter steht nach Stork (2012, S. 102) der Gedanke, dass „starke Kinder weniger leicht zu Opfern werden, dass die Sicherstellung von Kinderrechten die Einrichtungen zur Entwicklung von Schutzkonzepten antreibt und dass öffentliche Aushandlungen das kollektive Wegschauen bei Kindesmisshandlungen vermeiden“.

Wir von be-teil.de stellen deshalb fest, dass Partizipation eine vielschichtige Bedeutung in den Hilfen zur Erziehung zukommt und zu einem der zentralen Themen der künftigen Heimerziehung zu zählen ist.